Letztes Wochenende 25/26/27 April 2008 fand im Königlichen Parko di Monza das 2te 1000km Rennen der Le Mans Series 2008 statt. Im Allgemeinen war das Wetter die ganzen 3 tage sonnig und über 20°C warm.
Freie Trainings am Freitag Wie schon beim 1sten Rennen in Barcelona waren es wieder die Peugeot 908 HDI FAP die, die Audi R10 TDI mit fast 1ner Sekunde bügelten. Direkt hinter den 4 Selbstzündern lag abermals der Charouz Lola Aston Martin von Stefan Mücke/Jan Charouz als bester Benziner, danach folgten die in form von einer neuen Aerodynamik überarbeiteten Oreca-Courage auf P6 & P 7. Nicht ganz rund lief es für die Creation Truppe die noch ein paar Probleme hatte, einiges stärke wie in Barcelona war allerdings der neue Epsilon Euskadi LMP 1. „The flying Dutch man“ Jos Verstappen dominierte so bald er am Lenkrad drehte die LMP 2 Klasse, und auch der „Herren Fahrer“ Peter van Merksteijn kam immer besser mit dem Porsche RS Spyder in fahrt, weshalb den anderen RS Spydern und dem Speedy Sebah Lola nur die verblieben Plätze blieben. Das einzige Deutsche Fahrzeug in der kleinen Prototypen Klasse der Kruse Lola Mazda hatte leider noch ein paar Kinderkrankheiten die vordere Plätze verhinderten. In der GT1 hieß es mal wieder Aston Martin gegen Corvette und Lamborghini. Leider komplett aus der LMS zurückgezogen hatte sich kurzfristig das Larbre Competion Team mit ihrem Saleen. Anders als in Barcelona, konnte der # 77 Porsche vom Team Felbermayr die Ferrari hinter sich lassen. | Platz | Nr. | Klasse | Fahrer | Team | Land | Fahrzeug | | 1 | 7 | LMP1 | Marc Gene (SP), Nicolas Minassian (F), | Peugeot Total | F | Peugeot 908 | | 2 | 8 | LMP1 | Pedro Lamy (P), Stephane Sarrazin (F), | Peugeot Total | F | Peugeot 908 | | 3 | 2 | LMP1 | Mike Rockenfeller (D), Alexandre Premat (F), | Audi Sport Team Joest | D | Audi R10 Tdi | | 4 | 1 | LMP1 | Allan McNish (GB), Rinaldo Capello (I), | Audi Sport Team Joest | D | Audi R10 Tdi | | 5 | 10 | LMP1 | Stefan Mücke (D), Jan Charouz (CZ), | Charouz Racing System | CZ | Lola B08/60 | | 6 | 6 | LMP1 | Olivier Panis (F), Nicolas Lapierre (F), | Team Oreca Matmut | F | Courage-Oreca LC70 | | 7 | 5 | LMP1 | Stephane Ortelli (MON), Soheil Ayhari (F), | Team Oreca Matmut | F | Courage-Oreca LC70 | | 8 | 16 | LMP1 | Emanuel Collard (F), Jean-Christophe Boullion (F), | Pescarolo Sport | F | Pescarolo | | 9 | 20 | LMP1 | Angel Burgueno (E), Miguel Angel del Castro (E), | Epsilon Euskadi | E | EE01 | | 10 | 14 | LMP1 | Stuart Hall (GB), Jamie Campbell-Walter (GB), | Creation Autosportive | GB | Creation CA07 |

Freies Training am Samstag Das Freie Training am Samstag sorgte nicht mehr für so viele überraschungen, im grunde blieb alles wie schon am Freitag. Ganz vorne wieder Peugeot vor Audi, wobei Minassian in seiner letzte Runde fast 2 Sekunden schneller fuhr wie seine schnellste zeit vom Freitag. Einen platz tausch gab’s in der GT2, dort fuhr der Virgo Ferrari erstmals schneller wie der Felbermayr Porsche. Qualifying Auch das Qualifying dominierten die Löwen, wobei sich die beiden Peugeots untereinander zu immer schnelleren Zeiten pushten. Doch Minassian blieb vor Lamy und startete somit von der Pole Position. Auf Platz 3 folgte der Audi mit Capello vor Teamkollege Rockenfeller. Platz 5 ging an den Lola Aston Martin mit Stefan Mücke am Volant. In der kleineren LMP 2 Klasse fuhr abermals der Holländer Verstappen die schnellste zeit, vor den RS Spyder der Team Horag Racing, Essex und dem Lola Coupe von Speedy Sebah. Die GT1 Pole ging die # 72 Corvette mit Olivier Beretta, Gulliaume Moreau & Patrice Goueslard vor dem Team Modena Aston und der 2ten Corvette. Auf dem letzten GT1 platz landete dann folglicher weise der IBP Spartak Racing Lambo.Lediglich 0,2 Sekunden fehlten dem Felbermayr Porsche mit Alex Davison am Steuer am ende des Qualifyings auf den Polesetter dem Virgo Motorspots Ferrari 430 GT2. Platz 3 ging an den Deutschen Ferrari 430 GT2. Die immer besser in fahrt gekommenen Werks Spyker sowie die # 73 Corvette wurden nach dem Qualifying auf Grund zu hoher Cockpit Temperaturen disqualifiziert und müssten als letzte Fahrzeuge starten. Die ersten 3 der jeweiligen Klasse:
| Platz | Nr. | Klasse | Fahrer | Team | Land | Fahrzeug | | 1 | 7 | LMP1 | Marc Gene (SP), Nicolas Minassian (F), | Peugeot Total | F | Peugeot 908 | | 2 | 8 | LMP1 | Pedro Lamy (P), Stephane Sarrazin (F), | Peugeot Total | F | Peugeot 908 | | 3 | 1 | LMP1 | Allan McNish (GB), Rinaldo Capello (I), | Audi Sport Team Joest | D | Audi R10 Tdi | | 10 | 34 | LMP2 | Jos Verstappen (NL), Peter van Merksteijn (NL), | Van Merksteijn Motorsport | NL | Porsche RS Spyder | | 14 | 27 | LMP2 | Freddy Lienhardt (CH), Didier Theys (B), Jan Lammers (NL) | Horag Racing | CH | Porsche RS Spyder | | 15 | 31 | LMP2 | John Nielsen (DK), Casper Elgaard (DK), | Team Essex | DK | Porsche RS Spyder | | 28 | 72 | GT1 | Olivier Beretta (F), Gulliaume Moreau (F), Patrice Goueslard (F) | Luc Alphand Adventures | F | Corvette C6R | | 29 | 59 | GT1 | Antonio Garcia (E), Thomas Enge (CZ), | Team Modena | GB | Aston Martin DBR9 | | 31 | 55 | GT1 | Roman Rusinov (RUS), Peter Kox (NL), | IPB Spartak Racing | RUS | Lamborghini Murcielago R-G | | 32 | 96 | GT2 | Robert Bell (GB), Gianmaria Bruni (I), | Virgo Motorsport | GB | Ferrari F430 GTC | | 33 | 77 | GT2 | Marc Lieb (D), Alex Davidson (AUS), | Team Felbermayr Proton | D | Porsche 997 GT3 RSR | | 34 | 91 | GT2 | Pierre Ehret (D), Pierre Kaffer (D), | Farnbacher Racing | D | Ferrari F430 GTC |
Das Rennen 
Pünktlich um 12:50 Uhr kam das noch 45 Wagen starke Feld von der Einführungs-Runde zurück auf die fast endlos lange Start/Ziel gerade, wo traditions- gemäß fliegend gestartet wurde. Vorne weg wieder einmal die Peugeots, dann der # 1 Audi und der # 10 Charouz Lola Aston. Wo war der # 2 Audi geblieben? Er musste auf Grund eines defekten Sicherheits-Ventil am Tank, aus der Boxengasse nach starten, somit war die truppe erstmal letzter. Ebenfalls schnell absetzen konnte sich „Jos the Boss“ im RS Spyder, ihm folgten durch einige LMP1 getrennt vor allem der Speedy Sebah Lola und die weiteren RS Spyder. In der GT 1 Klasse entbrannte der Kampf – wie erwartet – zwischen der Corvette von Luc Alphand und dem Team Modena Aston Martin. Die 2 bekriegten sich so hart, das es mehrere male in der ersten Schikane richtig eng wurde bzw. man die Schikane sogar schneidete. In der GT2 gab es beim start keine nennenswerten Veränderungen, man fuhr sehr gesittet in die erste Schikane. Nach ca. 10 Minuten Rennzeit gab’s die erste SC Phase des Rennens, der Bruichladdich Radical steht mit Motorschaden auf der geraden nach der Ascari Schikane. Nach 3 Runden wurde wieder auf Grün geschaltet allerdings nur für ganz kurze zeit, denn der # 1 Audi kollidierte mit dem Rollcenter Pescarolo, kam quer und Unterluft weshalb er mim Heck ziemlich stark in die Leitplanke einschlug, Capello brachte den R10 allerdings noch in die Box, wo man ihn umgehend reparierte. In der folgenden zeit fuhr man in den einzelnen Klasse jeweils das Rennen unter sich aus, richtig viel passierte erstmal nicht mehr, es schien als wenn sich die Gemüter der Piloten etwas beruhigt hätten. Die Reihen folge zur Halbzeit in den einzelnen Klassen:LMP 1: #2, #7, #16, #5LMP 2: #31, #27, #35GT 1: #59, #72, #73, #74GT 2: #76, #95, #91, #90 In der zweiten Rennhälfte, ging’s dann doch wieder einiges mehr zu Sache auf der Strecke. Als erstes erwischte es den Epsilon-Euskadi er wird im Kiesbett der Lesmo Kurve gesichtet, ebenfalls dort im Kies versenkte Didier Theys den Horag RS Spyder, wodurch man 4 Runden verloren hatte. Wieder auf dem Platz an der Sonne lag der Peugeot #8, allerdings hing Premat direkt dahinter, dieser wurde allerdings kurze zeit später wieder von Mike Rockenfeller abgelöst. Den nächsten Unfall verursachte Collard beim anbremsen der 2ten Schikane als er von der strecke abkam und heftig in die Begrenzungen einschlug, damit war für die #16 das Rennen auch zu ende. Ebenfalls gab es einige Dreher und ausrutschter in den GT Klassen, so verabschiedete sich der JMB Ferrari direkt 2 mal ins Kiesbett, konnte aber weiter fahren. Durch einen Reifenschaden wurde die Strategie des Lamborghini ein wenig durcheinander gebracht, da man auf einer ganz anderen reifen Sorte wie alle anderen unterwegs war. Bis zum Rennende tat sich dann in den GT Klassen nicht mehr allzufiel, lediglich 2 Reifenschäden gab es noch, einer bei James Watt Automotiv und einer beim # 77 Felbermayr Porsche. Kurz vor Schluss passierte dann das absolute Horror szenario-. Beim anbremsen der ersten Schikane bog der Oreca Courage #5 mit Stephane Ortelli urplötzlich nach rechts ab, rutschte durchs Gras und bekam Unterluft. Ortelli flog salto- schlagend durch die Luft und verfehlte nur um haaresbreite den gerade in die Schikane eingebogenen Audi mit McNish am Steuer. Nach einige weitern Salto und schrauben schlägt das Auto was nur noch aus dem Monocoque bestand noch ziemlich hart in die Leitplanke ein. Als das Auto endlich komplett stand bewegte sich Ortelli zum Glück noch, nachher wurde bekannt dass er sich den Knöchel gebrochen hatte. Nach der wegen dem Ortelli Unfall ausgerufen Sc Phase kommt es zum erbitterten Kampf zwischen dem #8 Peugeot und dem #2 Audi. Das Rennen schien allerdings entschieden zu sein als Lamy im Peugeot eine Stop and Go Strafe bekam, doch kurz bevor er sie absitzen musste, kollidierten die beiden, von dieser Kollision trug der Deutsche Mike Rockenfeller einen Reifenschaden davon. Er musste in die Box und der Weg war für Pedro Lamy im Peugeot frei. Somit siegte der Peugeot#8 von Lamy/Minasian vor dem Audi #2 von Rockenfeller/Premat, auf Rang 3 landete der #17 Pescarolo von Primat/Tinseau. In der LMP 2 Klasse triumphierte der Essex RS Spyder mit Niesel/Elgaard vor Markenkollegen Verstappen/van Merksteijn und Theys/Lienhardt/Lammers.Mit gerade einmal 13 Sekunden Vorsprung siegte der Team Modena Aston Martin mit Enge/Garcia vor der # 72 Corvette von Beretta/Moreau/Goueslard auf Platz drei folgten ihre Teamkollegen Dumez/Blanchemain/Manopolus (F) in der #73 Corvette.Als erstes in der GT2 überquerte der #76 IMSA Porsche den Zielstrich, allerdings wurde er nach dem Rennen Disqualifiziert, wodurch der #91 Farnbacher Porsche mit Nielse/Simonsen/Westbrook siegten, dahinter kamen ihren Teamkollegen auf Ferrari 430 GT2 Ehret/Kaffer auf Platz 2 ins Ziel. Platz drei ging an den JMB Ferrari # 99 mit Aucott/Daodi. Alles im allen war es wieder einmal ein super 1000km Rennen, welches nach 4H 59min und 8s beendet war. |